ProfileMedia Online & Content Marketing Blog


2 Minute Read

Das Internet macht alles zählbar und alles analysierbar. Wieso aber auf die falschen Zahlen setzen, wenn die richtigen zur Verfügung stehen. Ein kleines Plädoyer für die Clickthrough-Rate und für mehr Segmentierung in Ihrer Empfänger-Liste.

shutterstock_500197120.jpg

Alle reden noch immer von Site-Impressions und Click-Rates. Egal ob auf der Website oder beim Newsletter: Die Click-Rate sagt nichts aus! Das ist jetzt nicht böse gemeint und ich kann auch verstehen, dass wir alle jahrelang gebannt auf diese Nummer gestarrt haben, aber eigentlich sagt sie wirklich nichts.

Denn was nützt es Ihnen, wenn zwar jeder zweite Besucher auf Ihren Banner, Ihren Link oder ihr Angebot schaut, aber dann nicht klickt und schon gar nicht zum Kunden wird? Genau: Nichts! Und deshalb sollten Sie sich auf andere Zahlen konzentrieren. Zum Beispiel auf die Clickthrough-Rate.

E-Book herunterladen

Treffen Sie den Geschmack Ihrer Leser

Die Clickthrough-Rate ist vielleicht aufgrund ihres zungenbrecherischen Namens nicht sonderlich bekannt. Anders kann man es sich eigentlich nicht erklären. Denn die Kennzahl von E-Newslettern sagt aus, wie viele von denen, die das E-Mail geöffnet haben, einen Link angeklickt haben.

Sprich: Wie fest interessieren sich die Empfänger, die Ihre Inhalte tatsächlich? Je höher die Zahl ist, desto genauer treffen Sie die verschiedenen Geschmäcker Ihrer Leser. Ist die Rate hingegen niedrig, schreiben Sie womöglich am Interesse vorbei.

Wer sich für die Kennzahl stark macht, hat Content-Marketing verstanden. Denn er oder sie möchte genau das liefern, was der Kunde noch nicht weiss, erfahren möchte oder was er ganz einfach braucht. Aufgrund der verschiedenen Problemstellungen bei den Buyer-Personas macht es durchaus Sinn, sich zu überlegen, ob alle Kontakte denselben Newsletter erhalten sollten oder ob eine Segmentierung klüger wäre.

Themen-basierte Versände

Wenn Sie zum Beispiel ein sehr breites Sortiment führen, könnte das durchaus vorkommen. Angenommen Sie handeln zum Beispiel mit Privat- als auch mit Unternehmenskunden. Oft sind die Problemstellungen in diesem Bereich sehr unterschiedlich - und ebenso der Wissensbedarf.

In diesem Fall würde ich meinem Kunden unbedingt vorschlagen, zwei Versände aufzusetzen. Vielleicht müssen die Privatkunden nur über Aktionen und das neue Sortiment informiert werden, während die Geschäftskunden eher beratende Inhalte wünschen.

Segmentierungen für Newsletter können aber auch aufgrund anderer Kriterien gewählt werden. Einige Beispiele:

  • Sprache
  • Unternehmensgrösse
  • Funktion
  • Familien-/Single-Haushalt
  • Alter
  • Wohnort
  • Thema
  • uvm.

Ein zusätzlicher Filter, der dazu beiträgt, die Rate zu erhöhen, ist das Löschen aller seit langer Zeit inaktiver Empfänger. Wer also bereits seit Monaten keinen Ihrer Newsletter mehr eines Blickes gewürdigt hat, sollte unbedingt von der Liste verschwinden.

Content Marketing sollte keine Belästigung sein

Sie tun weder dem Empfänger noch Ihnen selbst einen Gefallen, wenn Sie ihn weiter mit E-Mails bombardieren – «Maybe he's just not that into you». Und das ist in Ordnung. Man kann sich nicht für alles und jeden interessieren. Sie verlieren dadurch keinen Kunden, sondern Sie belästigen niemanden, der momentan sowieso nicht an Ihren Produkten interessiert ist. Irgendwann wird er bereit sein, wieder bei Ihnen vorbeizuschauen.

Wenn Sie Ihre Listen durchkämmen und die überfälligen Kontakte streichen, wird sich Ihre Clickthrough-Rate erhöhen - das verspreche ich Ihnen. Und dann können wir auch wieder über die Open-Rate diskutieren. Aber wichtiger bleibt mir die Clickthrough-Rate. Ich bin ja schliesslich ein Content-Marketer.

Roger Meili

Roger Meili

CEO / Inhaber, eidg. dipl. Verkaufs- und Marketingleiter, seit über 30 Jahren im Dialog Marketing und Online Business. Visionär im Bereich Marktbearbeitung, genauer Beobachter und Trendsetter.